Fietscher (1) - Claudia Antonius: aus '77 Käfer'
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Fietscher (1): Claudia Antonius



aus der Arbeit "77 Käfer - nach Farbfotos bestimmt" (2002)

Chlaenius latus
Osmoderma foetida Schleimkäfer
Chlaenius latus
Familie Carabidae, Laufkäfer
Grünlich metallisch schimmernd, auf dem Rücken heller. Der Rücken ist geschwulst-artig vergrössert, die Fühler sind sehr lang. 1 bis 2 cm.
Chlaenius sitzt gerne in der Sonne und streckt dabei die Fühler zu beiden Seiten aus. Läuft sehr schnell. Der Käfer legt seine Eier bevorzugt in das
trockene Holz von alten Häusern. Die Larven schlüpfen nach zwei Jahren und richten grossen Frassschaden an.
Mittelmeerraum.
   
Osmoderma foetida Schleimkäfer
Familie Cetonidae, Rosenkäfer
Metallisch gold-braun. Der Körper besitzt in der Mitte eine Vertiefung, aus der die Fühler hervorkommen. Flugunfähig.
Der Käfer ist sehr schwerfällig. 1 bis 3 cm.
Der räuberisch lebende Käfer füllt seine Körperhöhle mit stinkendem Schleim
um Insekten anzulocken, die dann kleben bleiben und ertrinken. Sodann vermischt
er den Schleim mit Magensaft und verdaut seine Beute extern.
Teilweise gerät er so allerdings selbst in die Falle, da der Duftstoff andere Käfer anlockt, gegen die er sich auf Grund seiner schwerfälligen
Bewegungen kaum zur Wehr setzen kann. Osmoderma überwintert.
Von Juni bis Oktober in Hochmooren.
In Nordeuropa bis hoch in den Norden.
Oxythyrea amicula Agrilus fallax
Oxythyrea amicula
Familie Cetonidae, Rosenkäfer
Bronzefarben mit bläulichem Schimmer, gedrungener Körper mit kurzen Fühlern. 2,5 bis 3 cm.
Von April bis Oktober auf Blüten und blühenden Bäumen, gerne auf Dolden Korbblüten. Die Larven leben räuberisch und verpuppen sich im Herbst in der Erde. Die Käfer schlüpfen im Frühjahr und werden drei bis fünf Jahre alt. Sie zirpen, indem sie mit ihren Hinterbeinen über den Unterleib streichen. In Mitteleuropa, besonders im Waldviertel.

Agrilus fallax
Familie Buprestidae, Prachtkęfer
Bronzefarben metallisch. Sehr dünne, silbern schimmernde Fühler. Der Körper ist lang und schmal, jedoch ist die hintere Hälfte hohl. Ganz hinten sitzen zwei Kügelchen, die Augen vortäuschen. Nähert sich ein Feind, wird ihm der
Hinterleib entgegengestreckt und kann abgeworfen werden. 10 bis 12 cm.
Der Käfer lebt auf dem Boden im hohen
Gras und in steppenähnlichen Gebieten.
Er ist flugunfähig. Die Larven leben wie bei Engerlingen im Boden.
Verbreitung hauptsächlich in Südeuropa.
Die hier gezeigten vier Exemplare gehören zu einer 77-teiligen Käfersammlung und Bestandsaufnahme, die auch in Form eines bisher unveröffentlichten Insektenführes vorliegt.

Schaukasten mit einigen der Kaefer

Auszug der Sammlung

 

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