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Unterricht und Kurse

1. Mappencoaching und individuelle Talentförderung (Kurs in Planung, Details in Kürze)

Dieser Kurs richtet sich an alle, die eine
Mappe zur Bewerbung an einer Kunsthochschule
erstellen wollen oder eine
gezielte Förderung ihrer kreativen Talente
anstreben

Das Atelier ist von/bis (Ort und Zeit werden angekündigt) geöffnet. Während dieser Zeit haben Sie Gelegenheit, an eigenen gestalterischen Aufgaben zu arbeiten und sich dabei individuell beraten zu lassen. Der Kursleiter agiert als Coach, der Stärken und Schwächen mit jedem/jeder Teilnehmer/in bespricht und Anregungen gibt, welche Medien, Motive und Strategien besonders vielversprechend erscheinen um den eigenen Vorstellungen einen überzeugenden Ausdruck zu verleihen. Dies kann das gezielte Erlernen einer Technik ebenso beinhalten wie die Auslotung eines Themas mit verschiedenen Medien. Im Zentrum steht immer das Gespräch über das eigene Werk und die eigenen Interessen und Ziele und wie sich diese in eine überzeugende Bewerbung umsetzen lassen. Willkommen sind aber auch alle, die einfach nur in kleiner, freundlicher Runde mit individueller und professioneller Betreuung Ihre gestalterischen Fähigkeiten verbessern möchten.

 

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Weitere Angebote innerhalb des Kurses:

Mini-Workshops

Mehrere Sitzungen haben ein offenes Tagesthema als optionales Angebot. Wer gerade kein eigenes Werk bearbeitet, ist eingeladen an Einführungen in ausgewählte gestalterische Themen, Techniken oder Motive teilzunehmen, die mit konkreten Übungsvorschlägen verbunden sind. Ebenso können kunsttheoretische Themen diskutiert werden. Ein solches Angebot erfolgt in der Regel zu Beginn der Sitzung.

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Plenum zur Schulung von Selektions- und Präsentationsvermögen

Freiwillig können Teilnehmer/innen der Gruppe Arbeiten vorstellen, um sich auf Prüfungssituationen vorzu-
bereiten und die besondere Dyna-
mik der Diskussion für sich zu nutzen. Dieses Angebot erfolgt in der Regel am Ende jeder Sitzung.

 

Intensivcoaching

Die beschränkte Teilnehmer/innenzahl soll gewährleisten, dass für jeden/jede Teilnehmer/in genug individuelle Beratungszeit vorhanden ist. Sollte dennoch der Wunsch bestehen, eine Einzelstunde zu vereinbaren, kann hierfür gerne ein gesonderter Terminvereinbart werden.

Kompetenzen

Kein Kursleiter kann Experte auf allen gestalterischen Gebieten sein. Dieser Kurs kann Sie vor allem in folgenden Bereichen unterstützen: Zeichnen (alle Materialien), Malerei (Öl, Acryl, Aquarell, ...), Collage, Fotografie (digital und analog), Video, digitale Bildbearbeitung, Grafik-Design, dreidimensionales Gestalten, Konzeptkunst, Perfomance, Installation, Einrahmung und Kunstgeschichte.

Preise

Der Kursleiter ist jeden xy von __ bis __ Uhr vor Ort. Sie können frei wählen, von wann bis wann Sie dabei sind, mindestens berechnet wird jedoch eine Stunde (60 Minuten).
Pro Stunde werden 15 Euro pro Teilnehmer/in in Rechnung gestellt.
Bei Vorabbuchung von 10 Stunden, kann eine zusätzliche unentgeltlich in Anspruch genommen werden. Ebenfalls Gratis ist die erste Stunde, innerhalb derer ein Orientierungsgespräch stattfindet.

Kursleitung

Jörg Jozwiak studierte Malerei, Bildhauerei und konzeptuelle Kunst und schloss die Düsseldorfer Kunstakademie 2003 mit Diplom und als Meisterschüler ab. Anschließend arbeitete er in Berlin und Wien (seit 2009) als freischaffender Künstler, Lehrer und Dozent für Kunst (mehr...).
Unterstützt wird er von Claudia Antonius, Vergoldergesellin, Magistra der Kunstgeschichte und Diplomabsolventin der Düsseldorfer Kunstakademie (Malerei).

 

 

 


2. Seminare für Studierende

Aktuell: Materialien für die SeminarteilnehmerInnen der ETH Zürich werden hier Mitte Februar 2012 bereit gestellt .

Über Nachhaltigkeit in der Kunst

In den vergangenen Jahrhunderten wurde mit Kunst ein breites Spektrum an individuellen und sozialen Wirkungen in Zusammenhang gebracht: Sie sollte lehrreich sein, einen Sinn des Erhabenen vermitteln, die Wahrnehmung schulen oder das Leben verschönern. Nachhaltigkeit in Kunsterfahrungen zu suchen, erscheint implizit wünschenswert, fragt man aber nach ihren konkreten Manifestationen, wird der Diskurs problematisch. Die Wirkung ästhetischen Erlebens ist in der Regel weder quantifizierbar noch nachweisbar. Neben heuristischen Schwierigkeiten (denen sich die Kunstwirkungsforschung stellt) existieren weltanschauliche und konzeptuelle Vorbehalte seitens der Kunsttheorie und vieler Künstler/innen: Können letztere überhaupt eine bestimmte Wirkung beim Publikum anstreben ohne ihre Mittel zu instrumentalisieren und somit das Primat des zweckfreien und offenen Kunstwerks in Frage zu stellen?

Die Annäherung an Fragen der Nachhaltigkeit wird in diesem Seminar nicht von Seiten der Kunstvermittlung oder Kunstpädagogik unternommen: Es wird nicht nach Antworten gesucht, wie Kunstwerke dem Publikum zugänglicher gemacht werden können. Entscheidend sind Fragen nach Form, Inhalt und Präsentationskontext der Werke selbst: Was erhält Aufmerksamkeit, was bleibt nach dem Museums- oder Galeriebesuch im Gedächtnis, was wird reflektiert? Und: Welche Quellen und Techniken können, angesichts der methodischen Problematik, eine Ahnung darüber vermitteln, wie Kunstwerke ihr Publikum verändern?

Unsichtbare Kunst und Interdisziplinarität

Künstler/innen sind besonders privilegiert, sich frei bei den unterschiedlichen Methoden, Materialien, Konzepten und Innovationen anderer Disziplinen zu bedienen. So gesehen ist zwar ein großer Teil der zeitgenössischen Medien-, Installations- und Aktionskunst inhärent multi-disziplinär; dieses Charakteristikum wird jedoch oft als Inter-disziplinarität missverstanden. Roland Barthes stellte 1972 fest, dass es, um im wahrsten Sinne des Wortes, inter-disziplinär zu handeln, erforderlich ist, ein ‘Objekt zu schaffen welches niemandem gehört’. Dies bedeutet für Kunst, die einen Anspruch auf Interdisziplinarität erhebt, ihren eigenen Kontext in Frage zu stellen. Solange das betrachtete Objekt eindeutig als Kunst erkannt wird (beispielsweise durch seine Präsentation in einer Galerie oder durch seine formale Gestaltung), wird es automatisch unter bestimmten, kategorischen Prämissen betrachtet: Man versucht es in die Traditionen der Kunst einzuordnen, Verbindungen zu anderen Werken herzustellen, zu beantworten „was der/die Künstler/in damit sagen möchte”, gestalterische Prinzipien aufzudecken, etc. Andererseits ist dies eine Voraussetzung dafür, dass Kunstwerke unter Prämissen sozialen und kulturellen Prestiges oder als potentiellen Geldanalgen betrachtet werden.

In diesem Seminar wird eine gestalterische Praxis vorgestellt, die die Grundsätze der Interdisziplinarität mit den Zielen der Interventionskunst verbindet und zur Diskussion gestellt. Es wird danach gefragt werden, was ein wirklich interdisziplinäres Objekt ausmacht (bzw. ob dieses eine Utopie bleiben muss), wo es auftauchen und wie es rezipiert werden kann. Mit dem Arbeitsbegriff Unsichtbare Kunst wird diskutiert, ob Interdisziplinarität als ein Genre der Kunst betrachtet werden kann. In diesem Zusammenhang werden Vergleiche zu Kornkreisen, Streichen mit versteckter Kamera, Flashmobs und kritischem Design gezogen. Schließlich wird mit den Seminarteilnehmer/innen an der Erarbeitung einer Definition kreativer Praxis gearbeitet, die nur im Dazwischen disziplinären Grenzen existiert und das Publikum überrascht und herausfordert, indem ihm in erster Linie ein merkwürdigen Phänomen aber kein eindeutiges Objekt der Kunst präsentiert wird.

 


3. Tricksen wie die (alten) Meister - Keine Angst vor Hilfsmitteln in der Malerei
(Wochenendseminar in Kooperation mit Mag. Claudia Antonius)


Nicht erst seit der Erfindung der Fotografie benutzen Künstler Hilfsmittel in der Malerei - schon davor bediente man sich verschiedenster Techniken um sich die Arbeit zu erleichtern. In diesem Kurs werden sie vorgestellt, in der Kunstgeschichte aufgezeigt und dann selbst ausprobiert: von einem einfachen Raster über die Camera Obscura und die Camera Lucida bis hin zu modernen Projektionstechniken. Die TeilnehmerInnen arbeiten zu verschiedenen Sujets, z.B. dem Stillleben, Personen, Fotos oder Collagen.

 

Abbildungen: 1. Zeichung und Foto: Zara Evens; 2. Zeichung und Foto: Sarah G.; 3. Zeichung und Foto: "Martin"; 4. Foto: M. Hecker; 5. Foto: John Lambert Pearson

 

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